Funktionsschwäche der Eierstöcke.
Ursache: Eine Ovarialinsuffizienz kann angeboren oder durch Veränderungen des Eierstockgewebes wie Zysten oder Tumoren bedingt sein. Auch Bestrahlungen können eine Ovarialinsuffizienz nach sich ziehen. Die Leistungsfähigkeit der Eierstöcke kann zudem durch Störungen der übergeordneten Zentren im Gehirn, die die Hormone steuern, beeinträchtigt werden. Daneben können auch schwere Allgemeinerkrankungen und Magersucht oder psychischer Stress zu einer Ovarialinsuffizienz führen. Eine Ovarialinsuffizienz während der Wechseljahre ist nicht unbedingt als krankhaft anzusehen.
Befund: Je nach Ausprägung kommt es zu Störungen der Eireifung, des Eisprungs und der Hormonbildung, die sich in einem Ausbleiben der Monatsblutung bis hin zur Unfruchtbarkeit äußern. In einigen Fällen kann es zu Beschwerden kommen, die denen der Wechseljahre ähneln.
Wird die Ovarialinsuffizienz durch eine Störung der Steuerungszentren im Gehirn ausgelöst, können allgemeinere Krankheitszeichen wie Gewichtsschwankungen, Kopfschmerzen, Schwindel und Sehstörungen auftreten.
Behandlung: Diese richtet sich nach der Grundkrankheit. Oft kann eine Ovarialinsuffizienz durch eine Hormonbehandlung ausgeglichen werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 02.04.2012
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