Erkrankung, bei der es zur Knochenneubildung im Ohr, insbesondere am Steigbügel, am ovalen Fenster oder der knöchernen Labyrinthkapsel kommt. Sie betrifft vorwiegend Frauen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Ursache scheint eine örtliche Stoffwechselstörung zu sein. Die Otosklerose wird in einem Teil der Fälle vererbt, hormonelle Umstellungen können zu einer schubweisen Verschlechterung führen. Sie tritt beidseitig auf und beginnt mit einer leichten Schwerhörigkeit, die sich langsam verschlechtert. Die Verknöcherungsherde können zur vollständigen Unbeweglichkeit des Steigbügels (Steigbügelversteifung) und damit zu einer hochgradigen Schwerhörigkeit führen. Die Betroffenen klagen über Ohrgeräusche, seltener über Schwindel. Eine Verbesserung des Hörvermögens wird meist durch den operativen Ersatz des Steigbügels (Stapesplastik) erreicht. Unbehandelt kann die Otosklerose zum völligen Hörverlust führen.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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