Einengung der Gefäßlichtung der Halsschlagader (Arteria carotis).
Ursache: Fast immer liegt ein chronisch fortschreitender Verschlussprozess bei Arteriosklerose, seltener ein verschlepptes Blutgerinnsel zugrunde.
Befund: Nicht in jedem Fall ziehen Verengungen der Halsschlagader Durchblutungsstörungen des Gehirns nach sich (asymptomatische Karotisstenose). Eine starke Verengung äußert sich in vorübergehenden oder bleibenden Ausfallerscheinungen des zentralen Nervensystems (symptomatische Karotisstenose,Schlaganfall). Als Komplikation ist ein Verschluss von Hirngefäßen durch verschleppte Blutgerinnsel möglich (Embolie). Die bei hochgradiger Karotisstenose verursachte Beschleunigung und Verwirbelung des Blutstroms kann mithilfe des Stethoskops über dem Gefäß als Geräusch gehört werden. Zur Sicherung der Diagnose kommen Ultraschalluntersuchungen und die Angiografie zum Einsatz.
Symptome einer Karotisstenose sind immer ernst zu nehmen, auch wenn sie nur vorübergehend auftreten. Meist sind die Zeichen einer flüchtigen Durchblutungsstörung des Gehirns Vorboten eines Schlaganfalls.
Behandlung: Bei der medikamentösen Therapie steht die Verhinderung des Fortschreitens der Arteriosklerose im Vordergrund. Auch eine operative Ausschälung der Engstelle kann durchgeführt werden (Thrombendarteriektomie).
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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