vermehrte Fetteinlagerung in den Leberzellen. Die Fettleber ist die häufigste Lebererkrankung. Sind weniger als 50 % der Leberzellen betroffen, spricht man von einer Leberzellverfettung; bei der Fettleber sind bereits mehr als 50 % der Leberzellen verfettet. Durch die Fetteinlagerung können Zellen zugrunde gehen und durch Narbengewebe ersetzt werden (Leberzirrhose).
Ursache: In den meisten Fällen (ca. 90 %) ist chronischer Alkoholmissbrauch die Ursache. Darüber hinaus können auch Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Fehlernährung (meist Überernährung), bestimmte Medikamente oder Gifte (z. B. Pilzgifte) zur Fettleber führen.
Befund: Die Betroffenen haben gelegentlich Oberbauchschmerzen, sind ansonsten aber meist beschwerdefrei. Die Fettleber wird daher oft nur zufällig vom Arzt diagnostiziert. Dieser tastet eine vergrößerte Leber; bei der Ultraschalluntersuchung zeigen sich typische Veränderungen. Labordiagnostisch lassen sich erhöhte Leber- und Fettwerte im Blut nachweisen.
Behandlung: Leberzellgewebe ist äußerst regenerationsfähig. Deshalb kann sich eine Fettleber zurückbilden, wenn die Grundkrankheit behoben wird. Bei der Alkoholfettleber muss der Betroffene konsequent auf Alkohol verzichten, Übergewichtige müssen ihr Gewicht reduzieren, Stoffwechselerkrankungen werden medikamentös und durch angemessene Ernährung behandelt. Ansonsten schreitet die Leberschädigung weiter fort und kann ein Stadium erreichen, in dem keine Heilung mehr möglich ist (Leberzirrhose).
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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